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Lassen sich Korrosionsnarben an verchromten Oldtimerteilen beseitigen?
Vertiefungen in Stoßstangen, Kühlergrills und Zierleisten: Grenzen des Polierens und Beurteilung vor einer Neuverchromung.
Belag oder angegriffenes Grundmetall?
Punkte auf Stoßstangen, Kühlergrills und Zierleisten können oberflächliche Ablagerungen sein, aber auch Korrosionsnarben: örtlicher Materialverlust unter oder durch die Beschichtung. Ein Foto reicht zur Unterscheidung nicht immer aus. Bei Stahl kann Rost unter den Schichten sitzen; bei Zamak kann der Zinkdruckguss selbst angegriffen sein. Entscheidend sind Tiefe und verbliebenes gesundes Metall, nicht nur die Zahl der sichtbaren Stellen. Rückseite, Kanten und Befestigungen gehören ebenfalls zur Prüfung.
Die Grenzen von Schleifen und Polieren
Schleifen und Polieren tragen Metall ab. Eine tiefe Vertiefung vollständig auszuschleifen kann dünne Leisten schwächen, Profile verändern oder Reliefs entfernen. Polieren stellt auch die Haftung einer abgelösten Schicht nicht wieder her. Vor dem Neuverchromen werden Altbeschichtung und Grundmaterial begutachtet und vertretbare Vorarbeiten besprochen. Bei einer geeigneten Restaurierung folgen Kupfer, Nickel und Chrom. Die bearbeitbare Kupferschicht kann die Oberfläche verfeinern, ersetzt aber weder durchgerostetes Blech noch gesundes Metall in bröseligem Guss. Eine völlig narbenfreie Oberfläche lässt sich nicht vorab zusagen.
Ihre Anfrage vorbereiten
Senden Sie Übersichtsaufnahmen beider Seiten, scharfe Detailfotos mit Größenvergleich und die Maße. Nennen Sie, soweit bekannt, Material, frühere Reparaturen, Risse und fehlende Stücke. Entfernen Sie die Schäden nicht vorab mit Drahtbürste oder groben Schleifmitteln. Zeigen Sie Konturen, Kennzeichnungen und Passungen, die erhalten bleiben sollen. Fotos erlauben eine erste Einschätzung; nach dem Entschichten können weitere Schäden sichtbar werden. Ob Erhalt mit Gebrauchsspuren, weitere Restaurierung oder ein besseres Ausgangsteil sinnvoll ist, hängt vom Zustand und Ihrem Restaurierungsziel ab.
